Der Tambourenverein Steinen zeigte sich an seinem Jahreskonzert am vergangenen Freitag in jugendlicher Frische. Die Eigenkomposition Daschi der beiden Vereinsmitglieder Remo Nideröst und Thomas Marty sorgte für einen regelrechten Begeisterungssturm im Publikum.
Von Stefan Vogel
Steinen – Am vergangenen Freitagabend luden die Tambouren Steinen zu ihrem Jahreskonzert in der Aula in Steinen. Als Höhepunkt präsentierten die aktiven Tambouren am Ende des Konzertes das Showstück Daschi, eine Komposition der beiden Vereinsmitglieder Remo Nideröst und Thomas Marty. Die Eigenkomposition der beiden talentierten Musiker fordert einiges an Fingerfertigkeit und Musikalität. Angesprochen auf die Bedeutung des Titels, meinte Remo Nideröst schmunzelnd: „Wenn wir sonntags bei einem Kollegen an der Türe klingelten und fragten, ob er mit uns etwas unternehme, antwortete er meistens: Daschi, ha scho wider Chopfweh!“ Und tatsächlich erinnert Daschi irgendwie an eine durchzechte Partynacht: Der laute, fetzige Rhythmus geht in die Beine – man würde am liebsten sofort aufstehen und mittanzen. Verständlich darum auch der Begeisterungssturm des Publikums, welches Lautstark eine Zugabe forderte. Im ganze Rummel ging eine Tatsache etwas vergessen, die Tambouren haben einen neuen Dirigenten: Martin Schibig wirkte bei seinem ersten Jahreskonzert ruhig und routiniert und bestand die Feuertaufe ohne Makel.
Man darf auch in Zukunft auf weiter Würfe des Tambourenverein Steinen gespannt sein: Marisa Annen, Cédric Schuler, Martin Grätzer (vordere Reihe v. links), Patrick Suter, Thomas Marty, Remo Nideröst, Martin Schibig (hintere Reihe v. links)
Talentierte Jungtambouren
Der Tambourenverein Steinen darf auf eine solide Nachwuchsbasis blicken. Martin Schibig stellte dem Publikum nach der Pause drei talentierte Jungtambouren vor: Marisa Annen und Cedric Schuler gewannen im vergangenen Jahr jeweils den ersten Platz an einem Tambourenfest; Martin Grätzer holte den Schweizermeistertitel bei den Junioren. Um dem Publikum einen Eindruck von der Wettkampfatmosphäre zu geben, spielten die drei Tambouren einen Auszug aus ihren Siegerstücken vor.
Den Konzertauftakt hatten die Jungtambouren unter der Leitung von Patrick Suter gemacht. Für Erheiterung im gutgelaunte Publikum sorgte Hämmers (Roman Lombriser): Mit roten Bauhelmen auf den Köpfen und gelben Quietsch-Hämmerchen in den Händen produzierten die Jungtambouren eine spassige Mischung zwischen Comedy und Trommelmusik. Besonders drollig wirkten die Kleinsten der Truppe: Mit dem zu grossen Helm auf dem kleinen Kopf wirkten sie manchmal etwas orientierungslos. Auch wenn die Kleinen noch nicht mit derselben Perfektion wie die aktiven Tambouren aufwarten können – etwas könnten die Grossen von den Kleinen noch lernen: Lächeln nicht vergessen.
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