Am nächsten Samstag haben die Steiner Jungtambouren in Basel einen grossen Auftritt. Nun feilten sie auf dem Stoos an ihrer Technik.

Steinen und Tambouren, das sind zwei Begriffe, die in der Schweizer Tambourenszene zum Begriff und Markenzeichen geworden sind. «Damit man aber nationale Spitze sein kann, müsse man üben, üben und nochmals üben», sagt Tambourenpräsident Erwin Schnüriger.
Diesen Samstag und Sonntag wirbelten die Steiner Jungtambouren den Stoos auf. «Jedes Jahr führen wir ein Probe-Weekend auf dem Stoos durch. Das ist ein Höhepunkt für unsere über 40 Steiner Jungtambouren», sagt Erwin Schnüriger. Auf dem Stoos verlief denn auch alles in harmonischem Takt. Im ganzen Dorf wurde zwei Tage lang getrommelt.

Anfrage für Gala-Konzert
Und dieses Jahr steht das Probe-Weekend unter einem besonderen Stern. In Basel, der eigentlichen Schweizer Hochburg der Tambouren und Pfeiffer ist man auf den Steiner Nachwuchs aufmerksam geworden. Dazu der Leiter der Steiner Trommelschule, Ivo Annen: «Die Basler Rätz-Clique feiert ihren 75. Geburtstag. Zu diesem Anlass wurden wir eingeladen und wir werden dort ein Gala-Konzert geben.» Eine grosse Ehre für die Steiner, die für Präsident Erwin Schnüriger aber ihre guten Gründe haben. «Die Alte Garde dieser Rätz-Clique hat einen Auftritt unseres Nachwuchses miterlebt und sie hat uns praktisch vom Platz weg engagiert. Die waren begeistert und wollten und unbedingt für ihr Jubiläum haben.»
Die zwei Tage in der Sennhütte auf dem Stoos standen denn ganz im Zeichen dieses Auftritts. Fleissig und mit grossem Engagement wurden Show-Elemente einstudiert. Bekannte Trommelstücke stundenlang bis zur absoluten Perfektion geübt. «Das waren zwei intensive Tage», zog gestern Ivo Annen Bilanz, aber, «wir haben eine merkliche Steigerung des trommlerischen Niveaus erfahren.»
Auch der technische Leiter der Steiner Tambouren, Martin Schibig, zeigte sich mit dem Lernstoff und den erreichten Zielen zufrieden. So konnten unter anderem auch zwei vollkommen neue Stücke einstudiert werden. «Die Schwierigkeit bestand darin, dass die Jungtambouren erstmals mit diesen Stücken konfrontiert wurden. Sie haben also auch noch nie die Noten zu den Stücken zu Gesicht bekommen. Ich bin mit dem Probeergebnis zufrieden», so Präsident Erwin Schnüriger.

Kameradschaft pflegen
Für die Jungtambouren ist das Stoos-Weekend bedeutend. Dies bestätigt beispielsweise Cedric Schuler, Sattel. «Ich habe schon mehrere Male an diesem Probe-Weekend teilgenommen. Es ist immer wieder lehrreich.» Es sei hohe Disziplin verlangt. «Wir üben ziemlich intensiv, aber in den Pausen haben wir es locker. Da kann man die Kameradschaft pflegen.»
Darauf bauen die Verantwortlichen des Tambourenvereins Steinen. «Während des ganzen Jahres proben die Tambouren in kleinen Gruppen. Einmal im Jahr können alle gemeinsam ihre trommlerischen Erfahrungen unter einander austauschen. Das ist für unseren Nachwuchs eine wertvolle Erfahrung», sagt Erwin Schnüriger.
Die Ziele der Steiner sind hoch, dafür wird intensiv geübt. Sie möchten weiterhin zu den besten fünf Tambourenvereine der Schweiz gehören.

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