Am Ostschweizerischen Tambouren-, Pfeifer- und Claironwettspiel in Wil belegten die Steiner Tambouren im Sektionswettkampf in der höchsten Kategorie den ausgezeichneten 4. Rang. Im Einzelwettspiel wurden 10 Kranzauszeichnungen ertrommelt, wobei 7 Steiner Tambouren im Finale um den Festsieg trommelten.

Am Wochenende vom 1. Juli bis 3. Juli fand das ostschweizerische Tambourenfest in Wil statt. Die Steiner Tambouren hatten sich dabei, während einem Monat intensiv und konzentriert unter der Leitung von Ivo Annen vorbereitet. Da von Anfang an ein gutes Niveau war, machte es riesig Spass am üben. In der Vorbereitung wurde ein neuer Baslermarsch einstudiert. Mit "dr Notegrübler" wurde ein interessanter Marsch, welcher noch nicht so viel gespielt wurde, ausgewählt. Die anderen Wettspielstücke heissen Jazz de Pique und Furioso, welche beide in der Höchstklasse eingeteilt sind. Bei beiden Kompositionen war es der TV Steinen, welche diese zum ersten Mal an einem Wettspiel trommelte. Das ostschweizerische Tambourenfest galt als Hauptprobe für das eidgenössische in Basel, zu dem alle Spitzenvereine dort anwesend waren.

10 Kranzauszeichnungen mit 7 Finalteilnahmen
Am Freitag wurden die Einzelwettspiele ausgetragen. Die Steiner Tambouren waren schon früh dran. So fuhren sie mit dem Car um 6.30 Uhr ab. 21 Steiner Tambouren stellten sich vor die Juroren. Ivo Annen jurierte zudem in der höchsten Einzelkategorie. Im schönen Städtchen in Wil waren die Wettspielorte verteilt. Je nach Juryplatz war ein Marsch oder eine Komposition zu spielen. Dabei gab es bei den Kategorien Unterschiede zwischen Jungtambouren (bis 19 Jahre) Tambouren und Tambourenveteranen.
In der Jungtambourenkategorie TJ1 waren 156 Jungtambouren rangiert, welche in drei Gruppen aufgeteilt wurden. In diesen 3 Gruppen qualifizierten sich "sagenhafte" fünf Steiner Jungtambouren für den Final und hatten eine Auszeichnung auf sicher. Für die Finalteilnahme brauchte es einen 7. Rang in der jeweiligen Gruppe. Im Final begann dann alles wieder neu und es konnte noch einmal das gleiche Wettspielprogramm gespielt werden (ein Marsch und eine Komposition). Roman Vogel belegte im Final den 5. Rang nur 0.7 Punkte hinter dem Erstplatzierten. Schuler Cédric erreichte den 8. Rang, er setzte sich gegen viele ältere Jungtambouren durch. So kann er in 4 Jahren auch noch bei den Jungtambouren starten. Martin Grätzer erreichte den 9. Rang, er hatte in der Vorunde den ersten Rang. Geisser Florian erreichte den 16. Rang und Jan Andermatt den 21. Rang im Final. Ganz knapp reichte es für Michael Amstutz nicht in den Final. Er ertrommelte in der Vorunde den 7. Rang. Aber bei Punktegleichheit entschied die Note vom zweiten Juryplatz. Er konnte auch eine Auszeichnung in Empfang nehmen. Remo Marty erreichte den 48. Rang
86 Tambouren waren in der Höchstkategorie T1 rangiert. Dabei gab es 2 Gruppen, wobei sich die besten 10 von jeder Gruppe für den Final qualifizierten.
Im Final konnten Adrian Zimmermann und Martin Schibig ihr enormes Können noch einmal zeigen. Mit den Kompositionen Jazz de Pique und Furioso gelang das auch. Martin Schibig erreichte den 4. Rang, wobei er das Podest nur knapp verpasste. Adrian Zimmermann konnte sich noch einmal steigern und er wurde auf dem 6. Rang klassiert. In der Vorundengruppe A zeigten André Annen und Guido Schibig ihr Können. Sie klassierten sich auf dem 18. Rang, ganz knapp hinter der Kranzauszeichnung. In der zweiten Vorundengruppe klassierten sich Christoph Steiger (Rang 12.), Stefan Marty (Rang 13.) und Patrick Suter (Rang 19.) ebenfalls knapp hinter der Kranzauszeichnung und der Finalteilnahme.
In der Kategorie T2 waren 5 Steiner Tambouren am Start. In der Gruppe A klassierte sich Remo Nideröst auf dem 23. Rang und Thomas Marty auf dem 33. Rang. In der Gruppe B kam es zum Duell zwischen dem Präsidenten Erwin Schnüriger und dem Kassier Markus Marty. Bei klassierten sich auf dem 25. Rang. Knapp dahinter, auf dem 30. Rang, wurde Mario Schuoler klassiert.
In der Kategorie Veteranen waren 33 Tambouren am Start. Dabei gab es von den Steiner Tambouren eine 100% Auszeichnungsquote. Hansjörg Grätzer erreichte den 4. Rang und Siegfried Geisser den 9. Rang.

Überzeugendes Sektionswettspiel
Nach der hervorragenden Vorbereitung, stand am Samstagmorgen der Jahreshöhepunkt an. Nach dem einspielen, wo es ein paar Tropfen regnete, galt es, das Bestmögliche zu zeigen. Als erstes stand ein Baslermarsch auf dem Programm. Die Steiner Tambouren spielten zum ersten Mal an einem Wettspiel "dr Notegrübler". Die Jury taktierte dies mit guten Noten
(4. Rang bei diesem Juryplatz mit 0.2 Punkte Rückstand auf den ersten Rang). Beim zweiten Juryplatz spielten sie die Komposition Jazz de Pique. Dort wurden auch hohe Noten von der Jury bei der Technischen Ausführung und in der Dynamik erteilt (5. Rang bei diesem Juryplatz mit 0.9 Punkte Rückstand auf den ersten Rang). Beim dritten Juryplatz wurde vor einer grossen Zuschauerkulisse die Kompositon Furioso gespielt. Diese Komposition gelang genial. Sie konnten souverän und "gediegen" musizieren. Die Jury gab hohe Noten, die nahe an der Maximalpunktzahl lag und so gaben sie bei diesem Juryplatz die höchste Punktzahl den Steiner Tambouren. Und es folgten noch 7 Vereine, die nachher noch spielten.
Am Samstagabend nach der Einzelrangverkündung, war das Gässeln durch die Altstadt von Wil angesagt. Die Steiner Tambouren waren eine grosse Gruppe, weil die Tambouren der Fasnachtszunft Ryburg-Möhlin mit ihnen gemeinsame Sache machten, so dass es fast 50 Tambouren waren. Am Samstagabend waren die Gassen überfüllt von Tambouren, Pfeifern, Claironspieler und Zuschauer und das Fest ging bis spät in die Nacht.
Am Sonntag war nach dem Umzug die Rangverkündigung der Sektionswettspiele. Wir klassierten uns auf dem 4. Rang mit nur 0.7 Punkten auf den Festsieger Laupersdorf-Thal. Auf die 3 Juryplätze verteilt ist dieser Abstand sehr minim, und die Vereine sind sich ebenbürtig. Zudem konnten wir im Vergleich zum eidg. Tambourenfest in Sierre, mit Domat-Ems, (Schweizermeister 1998), einen weiteren erstklassigen Verein hinter uns lassen.

Ein herzliches Dankeschön gebührt an dieser Stelle dem technischen Leiter Ivo Annen. Er hat die Steiner Tambouren fachlich versiert, topmotiviert und mit grossem Einsatz auf diese Wettspiele hingeführt und damit die Basis für den Erfolg in Wil geschafft. Das 20. Ostschweizerische Tambouren-, Pfeifer- und Claironwettspiel in Wil wird den Steinern sicher in bester Erinnerung bleiben. Ebenfalls möchten wir uns für die Unterstützung unseres Fanclubs, Anhänger und Angehörigen der Steiner Tambouren für die Unterstützung danken.

Aus der Rangliste
Sektionen Kat. S1
(15 Teilnehmer): 1. TV Laupersdorf-Thal (Dirigent Otter Marcel) 118.6 Punkte. 2. Fasnacht-Zunft Ryburg-Möhlin (Kym Ivan) 118.40
3. TV Fürstenland Gossau (Roman Lombriser) 118.40 4. TV Steinen (Annen Ivo) 117.90 5. TV Domat-Ems (Curdin Caviezel) 117.40
Einzel, Kat. T1 (86 Teilnehmer): Final: 4. Schibig Martin 76.50*. Zimmermann Adrian 75.50* Vorrunde A: 18. Schibig Guido und André Annen 73.70 Vorrunde B: 12. Steiger Christoph 74.10 13. Marty Stefan 73.90 19. Suter Patrick 72.90
Kat. T2 (78 Teilnehmer): Vorrunde A: 23. Nideröst Remo 71.50 33. Marty Thomas 68.60 Vorrunde B: 25. Schnüriger Erwin und Marty Markus 70.60 32. Schuoler Mario 69.8
Kat. TJ1 (156 Teilnehmer): Final: 5. Vogel Roman 77.00* 8. Schuler Cédric 76.20* 9. Grätzer Martin 76.10* 16. Geisser Florian 74.80* 21. Andermatt Jan 73.80* Vorunde B: 48. Marty Remo 67.20 Vorunde C: 7. Amstutz Michael 75.90*
Kat. TV (33 Teilnehmer): 4. Grätzer Hansjörg 75.40* 9. Geisser Siegfried 74.10

* = alle mit Kranzauszeichnung

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