Die Mehrzweckhalle Steinen platzte dieses Wochenende wortwörtlich aus allen Nähten, denn alle wollten das Unterhaltungskonzert der Musikgesellschaft und des Tambourenvereins Steinen miterleben. Eng war es im Saal, doch die rockigen Beats und Trommelschläge entschädigten die Besucher.
Mit so einem Ansturm hätten die Musikgesellschaft und der Tambourenverein Steinen nicht gerechnet. Somit musste mit zusätzlichen Stühlen und Bänken improvisiert werden und trotzdem fanden immer noch nicht alle Besucher einen Sitzplatz. Aber halb so schlimm, die Besucher nahmen es gelassen und erfreuten sich am rockigen Konzert.
Die Idee zum Konzert "50 Jahre Rock" entstand aus der gleichnamigen Radiosendung, die im vergangen Jahr ausgestrahlt wurde. Ebenfalls war es auch das erste Konzert für die Musikgesellschaft unter ihrem neuen Dirigenten Christoph Schnellmann.
Die Musikgesellschaft startete das Konzert mit "Concert Tune", welches die Menge in die Musik des Abends einstimmte. Mit den Klängen von "Atlantic Avenue", die einen von Sonne und Strand träumen liessen, ging es weiter, bis dann im dritten Stück Hut und Sonnenbrille ein Muss waren. Mit dem Hit "Everybody needs Somebody" von den "Blues Brothers" begeisterten die Musikanten das Publikum. Weiter ging es mit den bekannten Grössen Eric Clapton und Michael Jackson. Mit dem Medley "The cream of Clapton" und Michael Jacksons "Thriller" knüpfte die Musikgesellschaft an die gute Stimmung im Publikum an. Mit dem Klassiker "Soul Bossanova" wurde eines der bekanntesten Stücke von Quincy Jones gespielt und mit Celine Dions "All by myself" kam man ins Träumen. Mit dem Stück der vier irischen Geschwister "The Corrs" und ihrem Stück "Breathless" schlossen die Musiker schliesslich ihr Konzert ab. Oder doch nicht ganz? Die Menge forderte Zugabe, sodass der überwältigte Dirigent selbst noch das Mikrofon ergriff und dem begeisterten Publikum persönlich dankte.
Viel Akrobatik
Aber auch der Tambourenverein hatte einiges zu bieten. Zuerst zeigten die Jungtambouren unter der Leitung von Patrick Suter ihr Können. Anschliessend zeigten die Tambouren unter der Leitung von Ivo Annen und Martin Schibig ihr einflussreiches Programm. Wer glaubt, die Tambouren würden "nur" trommeln, liegt damit ganz falsch, denn mit ihrer Show und ihrem Können zogen sie das Publikum in ihren Bann. Mit "Dr Notegrübler" und "Energy" zeigten sie kraftvoll, was in ihren Rhythmen steckt. Als Hightlight kann das Stück "Das Boot" angesehen werden, in welchem die Tambouren mit Plastikeimern die verücktesten Rhythmen zustande brachten und mit einer Spezialeinlage die verschiedenen Verwendungszwecke von Abflussrohren demonstrierten. Mit einer trommelakrobatischen Überraschung zeigten fünf der Tambouren einer perfekte Darbietung, die an Akrobatik und Perfektion kaum zu überbieten war. Zum Abschluss gaben die Tambouren dann noch ihr Stück "Rock Trap" zum Besten, in welchem zwar keine Trommeln oder sonstige Hilfsmittel gebraucht wurden, sondern nur mit dem eigenen Körper ein amüsanter Sound zustande kam. Und wiederum hiess es "Zugabe".
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